Rauchen-Bayern »» News »» Newsanzeige


Neuseeland wehrt sich gegen Ausweitung des Rauchverbots
Autor: Werner Niedermeier
Datum: 08.02.2010, 07:40:50 Uhr
Ressort: Rauchverbot
Diese News wurde bisher mindestens 791 mal gelesen.
D
Bild klicken zum Vergrößern
Neuseeland wehrt sich gegen Ausweitung des Rauchverbots
Neuseeland als Versuchsland für Tabak-Prohibition?

ass die Tabakkontrolle das Rauchen mittelfristig komplett verbieten will, ist bekannt. Auch wenn manche Wölfe im Schafspelz die entsprechende Prohibition immer wieder verneinen. In Neuseeland hat jetzt der dortige Premierminister John Key den Plänen der Tabakkontrolle, das bestehende Rauchverbot auszuweiten, einen Riegel vorgeschoben.

Der Plan der Prohibitionisten sah es vor, das Rauchen, welches in Neuseeland bereits in öffentlichen Gebäuden verboten ist, auch unter freiem Himmel zu verbieten. So soll nach den Forderungen der Antitabaklobby das Rauchen grundsätzlich an und in der Nähe von Spielplätzen verboten werden, ebenso dort, wo im Freien gegessen wird, beispielsweise an Picknickplätzen, an allen Haltestellen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, in einem nicht näher definiertem Bereich um Gebäude herum, in allen Fußgängerzonen und an sämtlichen Strandregionen. Zusätzlich soll das Rauchen in Autos verboten werden, wenn sich Jugendliche unter 16 Jahren im Auto befinden.

Die Tabakkontrolle begründet die Forderung nach diesen Verboten damit, dass dadurch mehr Menschen aufhören würden zu rauchen. Besonders die Bereiche um Gebäude herum werden angeführt, da die Angestellten, die im Gebäude nicht rauchen dürften, ja momentan noch einfach vor die Türe gehen würden um sich eine Zigarette zu gönnen. Sei dort das Rauchen verboten, so die Begründung der Antitabaklobby, würden die Menschen weniger rauchen. Man könnte die Menschen durch derartige Verbote zu ihrem Glück, Nichtraucher werden, besser zwingen.

»News per Mail verschicken
Social Bookmarks:
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Google Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Colivia
Premierminister John Key beeilte sich in einem Fernsehinterview der Sendung "Breakfast" zwar zu sagen, dass er selbst eine "Abneigung gegen das Rauchen" habe. "Ich habe nie in meinem Leben geraucht und ich kann das Rauchen nicht leiden", so der Politiker. Aber das Rauchen selbst an Stränden zu verbieten, empfindet er eindeutig als "zu extrem". Niemand könne ernsthaft nachweisen, dass Rauchen an großen Freiluftbereichen wie an Stränden Dritte schädige. "Ich sehe nicht ein, dass sich der Staat als Kindermädchen aufspielt, der den Menschen in jeder Beziehung vorschreibt, wie sie ihr Leben zu leben haben", so Key weiter. Außerdem werden Rauchverbote auch nicht besser funktionieren als die Alkohol-Prohibition in den USA, wo niemand deswegen den Konsum von Alkohol aufgegeben habe, so der Premierminister abschließend.

Mehrere Gemeinden haben in Neuseeland das Rauchen in vorauseilendem Gehorsam bereits an Spielplätzen verboten, allerdings funktioniert die Durchsetzung nicht wie gewünscht. Scheinbar geht die Bevormundung der Tabakkontrolle sogar den Menschen im britischen Commonwealth langsam zu weit.


Kommentare zum Thema:
Noch keine Kommentare vorhanden. Warum »schreiben Sie nicht den ersten?

Diese Nachricht ist © 2008-2010 Rauchen-Bayern.de. Jede Verbreitung ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Rechteinhabers gestattet. Ein Link auf diese Seite (»http://rauchen-bayern.de/seitenews-456-.html) ist ausdrücklich gestattet.